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Kehraus für den Windows Autostart-Ordner
Autostart-Manager 3.2.b
Der Autostart-Folder von Windows ist eine praktische Sache. Doch ist er auch ein ziemlicher Staubfänger, der für einen immer langsamer werdenden Systemstart
verantwortlich ist. Mit dem
LAB1.de-Utility Autostart-Manager können Sie jedoch kräftig durchkehren - und zwar auch an den Stellen, an die man sonst gar nicht herankommt.

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Der Windows-Start, oft ein Hindernislauf:
Gibt es an Windows etwas entnervenderes als einen ewig dauernden Systemstart?
Vor allem wenn man diese Prozedur jeden Tag - womöglich mehrfach - über sich ergehen lassen muss, so findet sich recht schnell die Schmerzgrenze. Allerdings muss es nicht immer direkt am System selbst liegen, dass das Hochstemmen des selbigen eine geradezu biblische Zeitspanne beansprucht. Oft genügt schon ein Blick in den Autostart-Ordner, um dem Übel auf den Grund zu gehen: Hier finden sich beispielsweise Artefakte aus der
Pentium-I-Ära von Windows wie der so genannte Office-Schnellstart und dessen
wenig geliebte Startleiste. Und kaum jemand ist sich offenbar im klaren darüber, dass mit dem netten AOL-Icon gegebenenfalls auch gleich CFOS und Konsorten geladen werden. Dazu kommen dann noch vereinzelt Starteinträge längst wieder deinstallierter Software-Pakete, die jedoch nie aus dem Autostart-Ordner entfernt wurden - was von einem so smarten Betriebssystem wie Windows bei jedem Start mit einer
systemweiten Suchaktion honoriert wird.
Vielfältiges Problem
Zugegeben, schon seit Windows 98 kann man mit ein paar Mausklicks eventuelle
Bremsklötze im Handumdrehen aus dem Autostart-Ordner werfen. Doch das ist leider nicht genug, denn auch die Registrierung hält noch so manche Überraschung in Sachen Autostart bereit.
An bis zu sechs verschiedenen Stellen (unter Windows 2000/XP sogar 10!) kann man in der Registrierung Autostarts eintragen lassen. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem beispielsweise die lästigen Aufrufe des Task-Monitors (etwa zum zeitgesteuerten Aufruf von Wartungsaufgaben), der Registry-Scanner (der selbige auf eventuelle Defekte abklopft) und der Monitor zur Stromüberwachung.
Wie kontraproduktiv diese Einträge sein können, zeigt sich gerade am Beispiel des
Task-Monitors. Der legt nämlich in der Regel nur dann mit seinen Kehrarbeiten los, wenn er das System im Leerlauf wähnt. Das ist allerdings auch der Fall, wenn man mit niedriger Geschwindigkeit eine CD brennt: Ein satter Performance-Verlust durch den Start des Defragmentierers und der
CD-Rohling ist im Eimer!
Eine universelle Lösung
Mit Windows allein lassen sich die genannten Problem nur schwerlich in den Griff bekommen. Neben dem manuellen Durchforsten der Startmenüs bzw. der betreffenden Registrierungsschlüssel wird vom System keine weitere Möglichkeit zur Bearbeitung geboten.
Hier setzt das LAB1.de-Utility Autostart-Manager an. Das Programm durchsucht das System nicht nur nach allen Autostart-relevanten Punkten. Man hat zudem auch die Möglichkeit, die gefundenen Einträge mit zeitgemäßem Komfort zu bearbeiten und sie gegebenenfalls auch gefahrlos zu löschen. Klar, dass es auch eine Option zum Anlegen neuer Einträge gibt - denn vom eigentlichen Sinn her ist der Autostart-Ordner schließlich nicht zu verachten.
Gleich nach seinem Start ermittelt der Autostart-Manager alle Autostart-Einträge und stellt sie in einer Explorer-ähnlichen Tabelle dar. Sie ist aufgeteilt in die sortierbaren Spalten "Name", "Kommando" sowie "Startet
wann?". Unter "Kommando" findet sich die jeweiligen Kommandos inklusive Startparameter wie beispielsweise
c:\windows\scanregw /autorun. Aus der Spalte "Startet wann?" erfährt man bei welcher Anwendergruppe der betreffende Eintrag wie oft gestartet wird..
Das Programm unterscheidet in seiner aktuellen Version sechs verschiedene Starttypen, denen jeweils ein entsprechendes Icon je Tabellenzeile zugeordnet ist:
-
Ist auf einem Symbol ein einzelner (Benutzer-)Kopf zu sehen, so gilt die betreffende Einstellung nur für den aktuellen Anwender. Sind zwei Köpfe im Icon enthalten, so gilt der Eintrag für alle Benutzer.
-
Ist im Hintergrund des Symbols ein Ordner zu sehen, so findet dich der betreffende Autostart-Aufruf in einem der Autostart-Ordner. Ist kein Folder zu sehen, so handelt es sich um einen Eintrag aus der Registrierung.
Ein Beispiel: Ein Icon mit einem Folder und zwei Köpfen markiert also einen
Eintrag aus dem allgemeinen (alle Anwender betreffenden) Autostart-Ordner.
-
Schließlich sind noch Icons mit einem gelben Blitz und der Signatur "1 x" zu nennen. Sie verweisen auf Registrierungseinträge, die nur ein einziges Mal ausgeführt werden, beispielsweise nach einem Programminstallation mit abschließendem Systemneustart. Nach der Ausführung werden die betreffenden Einträge automatisch vom System aus der Registrierung geworfen.
Mit dem Autostart-Manager arbeiten
Sobald ein Eintrag in der Spalte "Name" markiert ist, kann er mittels der
Taste "Bearbeiten" modifiziert werden (Oder einfach doppelklicken).
Handelt es sich dabei um einen Aufruf aus der Registry heraus, so erscheint
folgender Dialog:

Hier können Sie dann beispielsweise den Pfad des Kommandos korrigieren oder Startparameter abändern.

Bei Starts aus dem
Autostart-Ordner heraus wird dagegen der systemeigene
Eigenschaften-Dialog der betreffenden .lnk- bzw. .pif-Verknüpfung
ausgeben. Über die Registerkarte "Verknüpfung" können Sie
auch hier den Pfad des Kommandos oder Startparameter anpassen.
Entscheidungshilfen
Falls Sie sich nicht ganz sicher sind,
welche Aufgabe ein bestimmter Autostart-Eintrag überhaupt hat, so haben
Sie folgende Möglichkeiten:
-
Über
den Taster "An/Aus" können Sie einen
markierten Eintrag vorübergehend ein- bzw. ausschalten. Das gibt
Ihnen Gelegenheit ohne tatsächliche Löschung des Eintrags, die
Reaktion von Windows beim nächsten Systemstart zu beobachten. Je
nach Ergebnis können Sie anschließend den Eintrag über die
gleiche Taste wieder reaktivieren - oder über den Button
"Löschen" endgültig aus dem Autostart entfernen lassen.
-
Ergab die o.g. Methode kein
aussagekräftiges Resultat, so gibt es noch weitere Möglichkeiten:
Wenn Sie z.B. mit einem Teststart den Zweck eines Autostart-Eintrags
ergründen wollen, so markieren Sie zunächst die betreffende Zeile
und klicken Sie dann "Teststart". Das betreffende Programm
wird dann sofort aufgerufen und zeigt Ihnen dann (hoffentlich) seine
Funktion. Tipp: Manche Programme installieren sich ohne jegliche
weitere Anzeige direkt in der Taskleiste neben der Uhr. Achten Sie
also auf neue Icons an dieser Stelle.
-
Manche der per Autostart
aufgerufenen Module zeigen gar keine Reaktion auf der Oberfläche:
Sie werden einfach nur geladen und tun dann Ihre Arbeit - wenngleich
davon nichts oder kaum etwas zu sehen ist. Ein Beispiel hierfür ist
die Windows-Komponente Queue-Manager. Das Modul wird per "Loadqm"
geladen und zeigt zumindest auf dem Desktop keine Reaktion. Um
zumindest Herkunft und ggf. auch den Zweck solcher blind startenden
Programme zu bestimmen, wurde die Taste "Ordner"
eingerichtet. Klicken Sie darauf um das Verzeichnis zu öffnen, aus
dem das "suspekte" Modul gestartet wird. Oft verrät der
Name des Ordners schon einiges über die Verwendung.
Reicht dies
noch nicht, so können Sie noch die Eigenschaften der betreffenden
Programmdatei zu Rate ziehen: Nach dem Klick auf "Ordner öffnen"
ist die Datei bereits markiert. Öffnen Sie mit einem rechten
Mausklick darauf deren Eigenschaften und klicken Sie darin auf die
Registerkarte "Version". Dort finden Sie dann Angaben des
Software-Herstellers über die betreffende Datei, aus der in der
Regel auch der Zweck des Programms hervorgeht.
Autostart des Autostart-Managers
Diese Funktion wurde aus Sicherheitsgründen hinzugefügt: Lassen Sie das
Tool immer gleich zusammen mit Windows starten. Es wird daraufhin den aktuellen
Zustand der Autostart-Einträge mit dem vergleichen, den das Programm bei seinem
letzten Durchgang vorfand. Wurde seither ein Eintrag hinzugefügt, geändert oder
gelöscht, so wird der Autostart-Manager dies sofort melden. Neue bzw. geänderte
Einträge werden zwecks besserer Übersicht mit rot unterlegten Icons
dargestellt. Eventuelle Viren
und Würmer, die sich per Autostart aufrufen lassen, können so leicht aufgespürt
werden. Werden hingegen keine Unterschiede gefunden, so beendet sich das Tool
sofort wieder - bis zum nächsten Systemstart.
Weitere Möglichkeiten
Über die Schaltfläche "Neu" können Sie
einen neuen Autostart-Eintrag hinzufügen. Hierfür haben Sie neben dem Namen und der eigentlichen Kommandozeile auch die Möglichkeit festzulegen, für wen und wie oft der Eintrag gelten soll. Zur
komfortablen Festlegung der Befehlszeile steht zusätzlich noch ein "Datei öffnen"-Dialog zur Seite.
Eventuell notwendige Startparameter sind dem Aufruf durch ein
Leerzeichen getrennt manuell anzuhängen.
Tipp: Noch schneller geht es hier mit der Maus: Ziehen Sie das für einen Autostart vorgesehene Objekt (Programme, Dokumente oder auch Ordner) einfach mit der Maus in die Liste. Daraufhin öffnet sich bereits komplett ausgefüllt der zuvor beschriebene Dialog "Neuer Eintrag".
Wie bereits angedeutet können Sie über die Taste "Löschen" einen markierten Eintrag aus dem
Autostart-Zyklus entfernen. Beispielsweise all die "vergessenen" Startaufrufe, der eingangs genannten längst wieder deinstallierten Software-Pakete.
Zwar wird nach jeder der o.g. Operationen die Eintragsliste aufgefrischt. Dennoch verfügt der Autostart-Manager über eine spezielle Taste "Aktualisieren", damit
das Programm auch solche Autostart-Änderungen bemerkt, die seit seinem letzten
Start vorgenommen wurden. Das kann beispielsweise dann passieren, wenn parallel
zum Autostart-Manager über den Registrierungseditor oder das Startmenü
Modifikationen vorgenommen wurden oder zwischenzeitlich eine Software
eingerichtet wurde.
Schließlich gibt es noch den Taster "Liste kopieren". Damit können Sie den gesamten Inhalt der Liste in die Zwischenablage kopieren, um ihn dann in einer anderen Anwendung (z.B. Word, Text in Tabelle konvertieren) einzufügen. Auf diese Weise lässt sich der aktuelle Autostart-Aufbau hervorragend dokumentieren und ausdrucken.

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