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Das Windows-Menü "Senden an"
individuell anpassen
SendMan 3.6
Richtig eingesetzt kann das "Senden an"-Menü von
Windows eine große Hilfe bei der Arbeit sein.
Für eine konsequente Anwendung fehlte bisher
allerdings ein entsprechendes Systemtool wie zum Beispiel das
LAB1.de-Tool SendMan.

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Den Download dieses Tools können Sie über unsere neue
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Das
Kontextmenü einer jeden Datei ...
birgt einen kaum beachteten
Schatz: Die Funktion "Senden an...". Damit lassen sich
beliebige
Dateien mit wenigen Klicks auf
Disketten speichern, auf der Arbeitsoberfläche ablegen oder an
den Mail-Client schicken. Allerdings ist
damit das bisherige Funktionsspektrum auch schon
ausgeschöpft.
Viele
weitere Möglichkeiten
Mit ein paar Tricks lässt sich damit aber noch sehr
viel mehr anstellen. Zum Beispiel ist die Ablage von Dateien
in bestimmten Ordnern keineswegs nur auf die
Arbeitsoberfläche, den Aktenkoffer oder auf "Meine Dateien" beschränkt.
Theoretisch ließe sich hier jeder beliebige Ort
anführen, sei es ein lokales Verzeichnis, das Hauptverzeichnis eines Laufwerks oder ein
bestimmter Ordner auf einem Netzwerkserver. Überlegen Sie
einmal, wie viel Geklicke Sie sich dadurch tagtäglich
ersparen könnten.
Außerdem kann
man Dateien nicht nur kopieren, sondern könnte
sie auch gleich weiterverarbeiten lassen. So
wäre es z.B. praktisch, anhand eines "Senden an"-Eintrags eine nicht registrierte
Textdatei z.B. readme.now
mit dem Texteditor Notepad zu öffnen. Zumal
Windows selbst dieses Verfahren benutzt, wenn es
Dateien an den Mail-Client als Anhang übergibt.
Selbst Stapeldateien könnten durch einen Eintrag
in Senden an ganz neuen Nutzen bringen
etwa zum Löschen beziehungsweise Setzen
bestimmter Dateiattribute über das
Kommandozeilenutility attrib.exe.

SendMan
hilft Ihnen bei der Anpassung
Soweit zu den Möglichkeiten. Der
Nachteil ist nur, dass Microsoft es versäumt
hat, Windows um ein entsprechendes
Tool zu ergänzen. Dies würde dem Anwender die
Verwaltung der leistungsfähigen Funktion
wesentlich vereinfachen. Eine Lösung
bietet das LAB1.de-Utility Sendman, mit dem der
Anwender in nur drei Schritten beliebige "Senden an"-Einträge erstellen kann:
-
Zunächst
ist festzulegen, welcher Eintragstyp zu
erstellen ist. Dabei besteht die Wahl
zwischen einem Link auf ein Programm,
einen Ordner oder ein Laufwerk. Sendman
kennt auch einige vordefinierte
Verknüpfungen, die der Anwender über
die Funktion Spezial innerhalb des Tools
auswählen kann. Je nach Wunsch klicken Sie auf den
betreffenden Karteikartenreiter.
-
Im
nächsten Schritt ist anzugeben, wo sich
das Verknüpfungsziel befindet. Hierfür
stehen je nach Bedarf Laufwerks-,
Verzeichnis- und Dateilisten innerhalb
des Tool zur Verfügung. Die Dateiliste
beinhalten zur besseren Übersicht
lediglich Files mit der Endung com, exe,
bat und cmd. Wurde zuvor über die Option
Spezial bereits eine Auswahl getroffen,
erscheinen in der Dateiliste anstelle der
oben genannten Files die bereits
vordefinierten Einträge. Hierin finden
Sie unter anderem Links auf die
Arbeitsoberfläche, den Ordner Meine
Dokumente, den Aktenkoffer und den
verwendeten Mail-Client. Gegebenenfalls
lassen sich auch eigene, vordefinierte
Einträge für diese Liste definieren.
Eine genaue Beschreibung dazu befindet
sich in der beiliegenden INI-Datei special.ini.
-
Zu guter
letzt ist noch ein Name für die zu
erstellende Verknüpfung erforderlich.
Dabei handelt es sich um den Text, der
später auch im Menü "Senden an"
erscheint.
Einträge
erstellen, pflegen und löschen
Sind die drei
Arbeitsschritte erledigt, steht einer neuen
Verknüpfung nichts mehr im Wege. Klicken Sie einfach auf
"Eintrag erstellen" - fertig!
Für den Fall,
dass ein Eintrag überflüssig wird oder
versehentlich falsch erstellt wurde, können Sie den entsprechenden Ordner über die
Schaltfläche "Senden an öffnen" anzeigen lassen.
Hier lassen sich alle individuellen Verweise wie üblich löschen oder ändern.
Zur besseren
Übersicht sollte man im Verzeichnis "Senden
an" einen
oder mehrere Unterordner anlegen und darin
wiederum neue Verknüpfungen einrichten. Im Menü "Senden an"
stellt sich ein zusätzlicher
Ordner dann als weitere kaskadierende Menüebene
mit den darin enthaltenen Links dar. Auf diese
Weise hat der Anwender die Möglichkeit,
überfüllte Senden-an-Menüs strukturiert zu
organisieren, etwa so, wie dies bsw. auch bei den Favoriten
Ihres Internet Browsers gelöst ist.
Die
Funktionsweise von Senden an
Die Technik, die hinter Senden an
steckt, ist im Prinzip althergebracht und
eigentlich kaum der Rede wert. Wenn da nicht ein
paar Menüeinträge wie beispielsweise der
Verweis auf die Arbeitsoberfläche wären. Die
Standardmenüeinträge in Senden an ... sind
allesamt normale Objektlinks mit der üblichen
Dateiendung .lnk beziehungsweise .pif. Sie lassen
sich auf einfache Weise über das jeweilige
Kontextmenü (Eintrag Verknüpfung erstellen)
oder den Verknüpfungsassistenten (Eintrag Neu)
erstellen.
Gespeichert
werden diese Links in einem Ordner namens sendto.
Bei Windows 9x befindet er sich im
Windows-Verzeichnis, es sei denn der Anwender
arbeitet mit Benutzerprofilen. In letzterem Fall
ist der Ordner sendto wie auch bei Windows NT/2000/XP
unterhalb des jeweiligen Profilcontainers
angesiedelt. Wird nun eine Datei über das Menü
Senden an auf einen dieser Links geleitet,
handelt es sich dabei gewissermaßen um eine
simulierte Drag-and-Drop-Operation. Würde man
die betreffende Datei mit der Maus direkt auf
einen dieser Verknüpfungen im geöffneten Senden
an ...-Ordner ziehen, wäre das Resultat
identisch.
Ungereimtheiten
Diese Art von
Drag-and-Drop hat in Bezug auf Applikationen
allerdings auch einen entscheidenden Nachteil:
Der Name der zu verarbeitenden Dateien werden
nicht per OLE übergeben, sondern als
Startparameter beim Aufruf des Programms, das dem
betreffenden Verweis zugrunde liegt. Das wäre
eigentlich kein Problem, wenn nicht der hierfür
von Windows zur Verfügung gestellte
Übergabepuffer lediglich 256 Byte umfassen
würde. Aufgrund des begrenzten Platzes werden
die Dateinamen zwar mit ihrem Pfad, aber nur in
ihrer Kurzschreibweise übermittelt und
zudem kann man nicht sicher sein, das auch alle
Angaben berücksichtigt werden. Bei einem
Pufferüberlauf verschwinden die überzähligen
Zeichen nämlich einfach in den Tiefen des
Betriebssystems, ohne Fehlermeldung wohlgemerkt.
Die nachfolgende kleine Stapeldatei
belegt die oben dargelegte Problematik. Beim
Versuch reicht es, einfach eine Reihe von
Dateinamen aus einem Explorerfenster auf das Icon
des Batches zu ziehen. Das ausgegebene Ergebnis
beinhaltet lediglich einen Bruchteil der
ursprünglichen Informationen.
@echo
off
:loop
if "%1" == "" goto ende
echo %1
shift
goto loop
:ende
pause
Handelt es sich
bei dem "Senden an"-Ziel um ein Laufwerk oder
einen Ordner, tritt der beschriebene Effekt nicht
auf. Der Explorer ist hierbei sowohl Quell- wie
Zielapplikation und handhabt die Übergabe daher
intern. Damit kann es gar nicht erst zu einem
Pufferüberlauf kommen.
Ein letztes
Problem ergibt sich noch bei Senden an-Links, die
auf Applikationen mit bereits vorgegebenen
Startparametern verweisen. Wer beispielsweise
versucht, eine simple Stapeldatei bei dem über
den Attrib-Befehl Dateiattribute vor dem Kopieren
entfernt werden (attrib -r -s -h), direkt als
Verknüpfung zu realisieren, wird scheitern: Im
Dateiaufruf der Verknüpfung müsste man in
diesem Fall nach dem Programmnamen die im
Beispiel verwendeten Parameter -r -s -h
angegeben. In der Praxis passiert es allerdings, dass sobald der Link mit den zu bearbeitenden
Dateinamen versorgt ist, alle vorgegebenen
Parameter ignoriert werden lediglich der
Dateiname wird übergeben.
In diesem Fall
ist die Verwendung eines Batches
unumgänglich. Die Verknüpfung verweist dabei
einfach auf den Namen der Batchdatei, dessen
Inhalt bleibt davon unberührt.
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