Navigation: Home|Ratgeber|Zum Archiv|Was bringt ein Dual-Prozessor-Board?
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Hintergrundartikel:

Sinn und Unsinn von Multiprozessor-Systemen

Mehr CPUs bedeutet nicht unbedingt sofort auch mehr Leistung. Der Einsatz von Multiprozessorsystemen ist an bestimmte Vorraussetzungen geknüpft und will gut überlegt sein.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Multiprozessorboard zu erwerben, kann sich leicht eine derbe Fehlinvestition einhandeln. Denn nur unter bestimmten Voraussetzungen bringen zwei und mehr CPUs tatsächlich auch mehr Leistung, als nur eine einzelne.

Wichtigstes Kriterium für mehr Power auf Basis von Multiprozessorsystemen ist die Wahl des Betriebssystems. Denn ohne entsprechendes Multitasking wird lediglich der erste Chip beschäftigt. Damit sind bereits sämtliche DOS-Varianten aus dem Spiel.

Aber auch Windows 95/98-Anwender werden keinerlei Freude an mehreren Prozessoren haben. Zwar bietet das Betriebssystem Multitasking, doch ist der Kernel von Windows 9x schlichtweg nicht mehrprozessorfähig - auch an diesem Punkt zeigt sich wieder einmal die noch allzu große Verwandtschaft zu DOS. 

Kann aus bestimmten Gründen auf Windows 95/98 nicht verzichtet werden, so sollte das für ein Multiprozessorsystem notwendige Budget besser in mehrere, einfache Single-CPU-Rechner gesteckt werden. Mittels einer Netzverbindung zwischen den PCs und dedizierten Aufgaben für jede Station kann man dann auch mit diesem Betriebssystem zu mehr Leistung gelangen - diese wird in der Regel aber immer deutlich hinter echten Multiprozessorsystemen bleiben.

Das richtige System 
Erst Windows NT, Linux und OS/2 sind in der Lage, mehrere Prozessoren auch parallel zu beschäftigen - woraus sich auch ein tatsächliches mehr an Leistung ergibt. Vorraussetzung bei allen drei genannten Betriebssystemen ist allerdings die Verwendung des richtigen Kernels:

  • Windows NT (und respektive Windows 2000) legt diesen Punkt bei seiner Installation fest. Wird bei einzelbestückten Boards erst danach aufgerüstet, so ist wie im Artikel beschrieben vorzugehen. 

  • Damit Linux von mehreren CPUs profitieren kann, muß der Kernel angepaßt und neu übersetzt werden. 

  • OS/2 wird grundsätzlich als Einzelprozessorbetriebssystem verkauft, eine SMP-Version (Symetric-Multi-Processor) ist allerdings ebenfalls erhältlich.

Die richtige Anwendung
Doch auch wenn man das richtige Betriebssystem gewählt hat, kann es sein, dass der Kauf der vergleichsweise teuren Multiprozessor-Hardware allein den Händler freut. Dies ist nämlich der Fall, wenn beispielsweise Tag ein, Tag aus lediglich eine Textverarbeitung ohne besondere Ansprüche etwa zum Briefeschreiben eingesetzt wird. Schon ein einzelner Pentium I wäre hier völlig unterfordert, da er die meiste Zeit nur auf Anwendereingaben zu warten hätte. Gleiches gilt bei reinen Internet-Maschinen oder Spiele-PCs.

Richtige Freude kommt dagegen bei Anwendungen auf, die Multi-Thread-fähig sind. Solche Programme können zwar problemlos auf PCs mit einzelner CPU ausgeführt werden. Auf Mehrprozessorsystemen erhält man hingegen Ergebnisse, bei denen die Wunschrechnung »Einzelperformance x Prozessormenge« fast immer aufgeht. Beispiele hierfür sind Photo Shop oder Corel Draw.

Aber auch Power-User werden ihre helle Freude an einem Multiprozessorsystem haben. Wer im Hintergrund Dateien packt, dabei einen Download aus dem Internet durchführt und ganz nebenbei auch noch mit einer Office-2000-Anwendung zugange ist, wird den vergrößerten »Hubraum« seines Systems angenehm zu verspüren kommen.





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