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Connectivity
ISDN
selbst einrichten - so geht's ...
Die Selbsteinrichtung eines
ISDN-Anschlusses und der zugehörigen Geräte
spart zwar einiges an Kosten ist mitunter
aber auch recht kompliziert. Um eventuelle
Probleme von vornherein zu vermeiden, haben wir
hier für Sie die häufigsten Fehlerquellen
zusammengestellt.
Tragen auch Sie
sich mit dem Gedanken einer Umstellung auf ISDN?
Keine schlechte Idee nur sollten Sie zuvor
folgende grundsätzlichen Punkte beachten:
Verkabelung
und Installation
-
Für ISDN
können in aller Regel die gleichen
Telefonleitungen benutzt werden, wie für
analoge Geräte. Es müssen also keine
neuen Leitungen verlegt werden, es sei
denn, man möchte nun mehr oder weiter
entfernt Geräte anschließen.
-
Ab dem
Zeitpunkt der Umstellung auf ISDN können
Sie Ihre analogen Geräte (Telefon, Fax,
Telefonanlagen) nicht mehr am üblichen
TAE-Stecker betreiben. Am ersten
TAE-Stecker muß zwingend ein sogenanntes
Netzabschlußgerät (NT) installiert
werden, das Ihnen erste den Zugang zum
ISDN-Netz ermöglicht. Damit dieses
fehlerfrei funktioniert, dürfen parallel
dazu keine anderen Geräte verbunden
werden. In diesem Zusammenhang ist vor
allem darauf zu achten, daß
beispielsweise in anderen Räumen keine
Zusatzanschlüsse zum ersten TAE-Stecker
belegt wurden.
-
Das
Netzabschlußgerät (NT) bietet in der
aktuellen Form zwei ISDN-Anschlüsse
(IAEs). Daran können Sie sofort und
direkt ein oder zwei ISDN-Geräte
anschließen etwa ISDN-Telefone
oder auch ein G4-Fax. Möchten Sie mehr
als zwei ISDN-Geräte anschließen, so
können Sie weitere ISDN-Steckdosen
(IAEs) hinzufügen (eine sogenannten
S0-Bus aufbauen) oder praktischerweise
auf einen ISDN-Mehrfachstecker
zurückgreifen.
-
Beim Aufbau
eines S0-Busses ist darauf zu achten,
daß alle ISDN-Anschlüsse (IAEs) korrekt
parallel verkabelt und am Ende mit je
zwei Abschlußwiderständen zu je 100 Ohm
versehen werden. Falls vom
Netzabschlußgerät (NT) ausgehend zwei
Busse angelegt werden, so sind auch am
Ende des zweiten Busses
Abschlußwiderstände notwendig. Die
Maximallänge eines S0-Busses liegt je
nach Kabelqualität zwischen bei 120 bis
180 Metern.

Beim
Aufbau eines S0-Busses ist darauf zu achten, daß
alle ISDN-Anschlüsse (IAEs) korrekt parallel
verkabelt und am Ende mit je zwei
Abschlußwiderständen zu je 100 Ohm zu versehen
werden.
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An einen
S0-Bus können maximal nur vier
ISDN-Geräte ohne eigene Stromversorgung
angeschlossen werden, da das
Netzabschlußgerät (NT) eben nicht mehr
als vier Geräte mitversorgen kann.
Weitere Geräte müssen daher über eine
eigene Stromversorgung verfügen.
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Wenn Sie
Ihre bisherigen analogen Geräte
weiterverwenden wollen, so benötigen Sie
zumindest einen sogenannten
Terminaladapter mit a/b-Ausgängen, eine
ISDN-Telefonanlage für analoge Geräte
oder eine PC-Karte mit a/b-Ausgängen.
All diese Gerätetypen bieten
Anschlußmöglichkeiten beispielsweise
für analoge Telefone oder analoge Faxe.

Die
für ISDN-Kabel verwendeten Westernstecker (RJ45)
haben acht Pole, wovon allerdings nur die
mittleren 4 benutzt werden. Beim Aufbau eines
S0-Busses mit RJ45-Dosen sind daher nur die
Kontakte 3 bis 6 zu verkabeln.
Einrichtung
der angeschlossenen Geräte
-
Mit der
Umstellung auf ISDN erhalten Sie
gleichzeitig mehrere Rufnummern, die Sie
nach Belieben auf Ihre ISDN-Geräte
verteilen können und müssen.
Angenommen, Sie erhielten die Nummern
8000, 8001 sowie 8002, so können Sie
beispielsweise Ihrem ISDN-Telefon die
8000 zuweisen und Ihrem ISDN-Fax die 8001
(Die übrige Nummer 8002 steht Ihnen für
spätere Erweiterungen, etwa PC-Karte,
zur Verfügung). Ein Anruf auf 8000
läßt dann also das Telefon klingeln,
bei 8001 reagiert das Fax. Die
Nummernzuweisung ist dem Handbuch des
jeweiligen ISDN-Geräts zu entnehmen.
Wichtig: Testen Sie die korrekte
Einstellung! Denn bei falscher
Nummernzuweisung wird ein Anruf nicht
oder am falschen Gerät signalisiert.
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Auch
analogen Geräten kann man über
Umwege eigene Rufnummern zuweisen.
In diesem Fall erfolgt die
Nummernzuweisung dann über die zum
Anschluß notwendigen Zusatzgeräte wie
Terminaladapter mit a/b-Ausgängen, eine
ISDN-Telefonanlage für analoge Geräte
oder eine PC-Karte mit a/b-Ausgängen.
Diese nehmen dann die Rufauswertung vor
und signalisieren den Anruf am
entsprechenden a/b-Ausgang und somit am
analogen Gerät. Achten Sie bitte darauf,
daß beispielsweise bei Telefonanlage
auch noch der Typ des Anrufs festgelegt
werden muß etwa ob eine normaler
Anruf oder ein Fax eintrifft denn
im Gegensatz zu ISDN-Geräten können
analoge diesen Punkt nicht unterscheiden.
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ISDN-Geräte
bieten allerlei Komfortfunktionen. So
kann beispielsweise bereits vor der
Annahme eines Telefonats die Rufnummer
des Anrufers angezeigt werden. Hier ist
allerdings dringend zu beachten, daß
diese Eigenschaft mit zu den Punkten
gehört, die sich zwar problemlos bei dem
betreffenden Gerät aktivieren lassen
aber auch bei der Telekom
gebührenpflichtig beantragt werden
müssen.
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Telefonate
zwischen ISDN-Geräten am selben S0-Bus
sind gebührenpflichtig, da die
Vermittlung in diesem Fall über die
Telekom erfolgt. Wenn Sie ohne
zusätzliche Gebühren im gleichen Haus
telefonieren möchten, so benötigen Sie
eine Telefonanlage. Diese gibt es in
verschiedenen Anschlußausführungen:
für reine ISDN-Geräte, gemischt
analog-digital oder nur für analoge
Endgeräte.
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